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Artgerechte Tierhaltung

Infos zur Haltung von Chinchillas

Liebe Tierfreunde!

Sie tragen sich mit dem Gedanken einem Chinchilla neues Zuhause zu geben oder haben sich bereits für Ihren neuen Liebling entschieden. Lesen Sie bitte hierzu folgende Hinweise:

Allgemeines:

Chinchillas sind nachtaktiv, brauchen tagsüber Ruhe und sind als Streicheltiere ungeeignet, da ihr Fell, welches dem Chinchilla zum Schutz vor Fressfeinden dient, ganz leicht ausfällt und durch viele Streicheleinheiten leidet. Ein Chinchilla will auch nicht immer und überall gestreichelt werden. Langschwanz-Chinchillas sind bis auf einzelne Exemplare nur noch Züchtungen aus der Pelzindustrie, die, wenn das Fell / Tier untauglich für Mäntel war, in den Handel abgegeben wurden. Durch diese Art der Verbreitung des Chinchillas gibt es auch derzeit noch sehr viele Tiere mit durch die Zucht verursachten „Fehlern, z.B. Krämpfen und schlechtem Sehvermögen. Für einen einzigen Pelzmantel werden 70-400 dieser possierlichen Tiere „benötigt“. Die Tiere werden in viel zu kleinen Käfigen ohne große Bewegungsmöglichkeit und Ausstattung, lediglich einem Sandbad für‘ s Fell, gehalten und durch Strom oder Genickbruch getötet. Heute, wie zu Beginn der im 16. Jahrhundert noch erfolglosen „Chinchilla-Zucht“, sind die meisten Probleme und Krankheiten auf fehlendes Wissen der Halter und falsche Haltung zurückzuführen.

Ernährung:

Chinchillas . ernähren sich von trockenen Pflanzenbestandteilen. Getrocknetes Heu sollte daher immer ausreichend vorhanden sein. Als „Mahlzeit“ bieten verschiedene Alleinfutter für Chinchillas die richtige Ernährung. Meist besteht diese hauptsächlich aus Chinchilla-Pellets. Ein paar Chinchilla-Kräuter, Hagebutten (Vit. C) oder andere Chinchilla taugliche Futterbestandteile können dazugemischt werden. Verwenden Sie nie anderes Futter als Chinchillafutter! Zwar mögen andere Futterarten ähnlich aussehen, jedoch neigen Chinchillas im Gegensatz zu anderen Nagern leicht zu Koliken die auch zum Tod des Tieres führen können. Leckerlies sollten nur in Maßen verfüttert werden.

An Trinkwasser sollte es auch nie fehlen, jedoch ist besonders darauf zu achten die Flasche häufig und gründlich zu reinigen, da Chinchillas die darin entstehenden Rotalgen nicht vertragen. Ein Zusatz von speziellen Chinchilla-Vitaminen und besonders von Mineraltropfen ist zu empfehlen. Auch an Calcium sollte es nicht Mangeln. Sollte ihr Chinchilla die handelsüblichen Chinchilla-Calcium-Tabletten nicht mögen, so kann man sich auch in der Apotheke Calcium-Tabletten (z.B. Calcipot) besorgen (Dosierung beachten). Zweige von Obstbäumen, um die Zähne abzunagen, gehören genauso zur Ernährung des Chinchillas, wie ab und zu mal eine Sepia Schale.

Käfig:

Generell je größer der Käfig, desto besser. Ein Käfig kann, wenn es dem Tier gut gehen soll, gar nicht groß genug sein. Beim Chinchilla ist wichtig, dass der Käfig mehr hoch als breit und mit Brettchen zum hochspringen versehen ist. Für ein einzelnes Chinchilla sollte er mindestens 90 x 40cm groß und 75cm hoch sein und die Türen sollten für die cleveren Tierchen nicht zu öffnen, d.h. mit einer Sicherung gegen das Öffnen, versehen sein. Für mehrere Tiere muss der Käfig natürlich dementsprechend größer sein. Ebenso sollte dem Tier ein Schlupf- / Schlafhäuschen möglichst weit oben auf einem Brettchen zur Verfügung stehen. Als Einstreu können handelsübliche Kleintierstreu verwendet werden. Kein Stroh, Katzenstreu oder Zeitungspapier verwenden, da auch die zum Tod des Chinchillas führen kann. Da Chinchillas, wie bereits ausgeführt, eine empfindliche Verdauung haben und gerne alles annagen, sollte auf Plastikteile dringend verzichtet werden.

Ein Sandbad mit Chinchilla-Sand muss dem Tier ebenfalls zur Verfügung stehen. Bitte verwenden Sie keinen Vogelsand, da dieser das Fell der Chinchillas zerstört.

Auslauf:

Auch der größte Käfig kann allerdings den täglichen Auslauf in der Wohnung nicht ersetzten. Mehrere Stunden „nächtlich“ sollten es schon sein. Ein Tier mit viel Auslauf ist wesentlich ausgeglichener und friedlicher. Aber Vorsicht beim Auslauf: Nager knabbern gerne an Kabeln, Möbeln und Klebstoffen, z.B. an der Tapete!

Haltung:

Generell sollten Chinchillas paarweise gehalten werden. Ein (kastriertes) Männchen versteht sich meist problemlos mit Weibchen und auch zwei Weibchen verstehen sich meist untereinander. Auch zwei Männchen können sich verstehen, aber selbst in Familienverbänden werden männliche Nachkommen oft ausgeschlossen. Gerade bei der Haltung mehrerer Tiere ist auf ausreichende Größe des Käfigs zu achten. Die Haltung von Chinchillas zusammen mit anderen Tieren ist, nicht zuletzt wegen ihrer Nachtaktivität, abzulehnen.

Sollten Sie ein einzelnes Tier Zuhause haben bieten wir die Möglichkeit ein Tier von uns zur „Probe“ mit nach Hause zu nehmen und an Ihren Liebling zu gewöhnen (ein paar Tage, wenn möglich, die Tiere nebeneinander stellen, dann zusammen in einen größeren Auslauf lassen und beobachten, ob sie sich vertragen). Vertragen sich die Tiere dann doch nicht können Sie das „geliehene“ Tier jederzeit zurückbringen, dein auch Tiere mögen eben nicht jeden Artgenossen.

Alter:

Chinchillas können über 18 Jahre alt werden. Sofern Sie noch kein Chinchilla hatten empfehlen wir Ihnen sich ein Buch über Chinchillas anzuschaffen. Hier finden sich meist viele nützliche Tipps und gerade auch die etwas teureren Fachbücher helfen besonders die Tiere besser zu verstehen und Krankheiten rechtzeitig zu erkennen.

Bei Krankheiten:

Chinchillas zeigen erst sehr spät, wenn sie wirklich krank sind, da sie dann in freier Natur von dem „Rudel“ ausgeschlossen wurden. Chinchillas sind anfällig für Probleme mit dem Verdauungsapparat. Daher ist es sinnvoll den Kot des Tieres zu beobachten. Verändert sich der Kot, wird kleiner oder größer, sollte man überlegen woran das liegen könnte. Stress, falsches Futter, Futterumstellung oder ein angenagtes Plastikteil können eine Ursache sein. Auf alle Fälle sollten sie mit Ihrem Tierarzt darüber reden. Nach einer Behandlung ist gerade beim Chinchilla die Wiederherstellung der Darmflora, z.B. mit Milchsäurebakterien, ratsam.

Des weitem muss beachtet werden, dass ein Chinchilla niemals nass werden darf. Das Fell des Chinchillas bietet bei Nässe keinen Kälteschutz mehr, das Chinchilla unterkühlt sich dadurch sehr schnell und stirbt.

Infos zur Haltung von Frettchen

Liebe Frettchenfreunde,

wenn Sie diese Zeilen lesen, haben sie sicherlich schon mit dem Gedanken gespielt, sich ein Frettchen anzuschaffen oder sind bereits stolzer Frettchenbesitzer. Um Ihnen einen kleinen Einblick in das Frettchenleben zu ermöglichen, sind hier einige Kurzinformationen zusammengefasst.

Bei der Haltung von Frettchen, gibt es viele Punkte zu beachten, dies sind nur einige davon:

Frettchen brauchen unheimlich viel Menschenkontakt. Gerade Welpen, Frettchen die kaum Menschenkontakt hatten, – oder aus anderen Gründen – beißen am Anfang. Woher soll so ein kleines Tierchen auch wissen, das es den Menschen nicht so fest kneifen darf, wie seine Artgenossen. Wenn man sieh sehr viel mit seinen neuen Hausgenossen beschäftigt, lässt dieses Beißen meist nach kürzester Zeit nach.

Auch zahme Frettchen können schon mal kräftig zwicken, wenn ihnen etwas nicht passt, oder man sie zu grob anfasst. Das muss man ebenfalls in Kauf nehmen. Schließlich ist das die einzige Möglichkeit sich gegen einen so großen Mensch zu wehren.

Frettchen sollten niemals alleine gehalten werden, mindestens zwei sollten es schon sein, da es Gesellschaftstiere sind. Sie spielen, kämpfen, kuscheln und schlafen zusammen, wobei sie den Menschen niemals vernachlässigen. Viele Menschen denken, das zwei Frettchen sich mehr miteinander beschäftigen und den Menschen außer Acht lassen, dem ist nicht so. Bei Käfighaltung benötigen Frettchen eine große Voliere. Die Grundfläche sollte schon 2 bis 3 Quadratmeter groß sein. Die Höhe sollte auch etwa 2 Meter betragen, so dass man durch mehrere Etagen die Lauffläche vergrößern kann. Je größer, umso besser. Spielmöglichkeiten, mehrere Schlafplätze usw. sind selbstverständlich. Dennoch brauchen sie täglich mehrere Stunden Freilauf, außerhalb des Käfigs.

Frettchen werden bis etwa 90 Prozent sauber. Hier muss der Mensch sehr viel Geduld aufbringen und dem Frettchen helfen, sauber zu werden. Immer wieder wird man ein Häufchen in der Wohnung finden. Man muss also bereit sein, auch mal etwas aufzuwischen.

Frettchenfähen, mit denen man nicht züchtet (das Züchten mit Tierheimtieren ist aus Tierschutzgründen sowieso verboten), müssen unbedingt im richtigen Alter kastriert werden, wegen der möglichen Dauerranz, an der die Fähen qualvoll sterben. Auch Rüden sollten kastriert werden, da ein unkastrierter Rüde in der Ranzzeit meist sehr aggressiv auf seine Artgenossen reagiert.

Kleinkinder sollten mit Frettchen nur unter Aufsieht spielen. Besser wäre es abzuwarten, bis die Kinder älter sind. Denn beißen sie einmal zu, müssen sie meist den Rest ihres Lebens in Käfigen verbringen. Das führt nach kürzester Zeit zu Verhaltensstörungen.

Was frisst ein Frettchen:

Frettchen sind Fleischfresser. Sie können pflanzliche Nahrung nicht verwerten, diese scheiden sie unverdaut wieder aus. Obst und Gemüse sollte deshalb nicht auf ihrem täglichen Speisezettel stehen. Zwischendurch als Belohnung ist allerdings nichts einzuwenden. Nötig ist dies allerdings nicht, da viele Frettchen teilweise Fertigfutter bekommen und dort schon ein geringer Teil an pflanzlichen Stoffen enthalten ist (so weit es sich um hochwertiges Futter handelt). Frischfleisch (kein Schweinefleisch), Innereien, Eintagsküken, hochwertiges Fertigfutter mit hohem Protein- und Fettgehalt sollte verabreicht werden. Milch (Katzenmilch) und ähnliche Produkte, sollten nur in ganz geringen Mengen gegeben werden, da die meisten Frettchen Durchfall davon bekommen. Gesalzene oder gewürzte Speisen, Tischabfälle usw. gehören nicht auf den Speiseplan eines Frettchens. Auch Fertigfutter mit Zucker, Karamalstoffen usw. ist schädlich. Die Folgeschäden machen sich oft erst nach Jahren bemerkbar, wenn die Tiere dann schon todkrank sind.

Frettchen brauchen rund um die Uhr Zugang zum Futter. Es reicht nicht die Tiere ein oder zweimal täglich zu flittern, wie man es von anderen Tierarten keimt, da der Stoffwechsel und Körperaufbau nicht mit anderen Tierarten zu vergleichen ist. Da Frischfleisch und Nassfutter schnell verdirbt und die Frettchen es erschleppen, hat sich Trockenfutter bewährt. 2 x täglich kann man dann auch Frischfleisch oder ähnliches anbieten.

Frettchen spielen und toben ihr Leben lang. Manche Frettchen fordern ihren Besitzer durch zwicken zum spielen auf. Sie tanzen durch die Wohnung und nichts ist vor ihnen sicher. Dabei braucht man kaum Geld ausgeben um ihnen Spielmöglichkeiten zu bieten. Frettchen freuen sich über so viele Kleinigkeiten. Ein wedelndes Handtuch, ein alter Wäschekorb mit Tüchern, Röhren zum durchkriechen, ein Karton mit Löchern, Bällchen, Klettermöglichkeiten, alte Schuhe usw. erfreuen Frettchen ungemein. Ist ein Spielzeug langweilig, nimmt man es für zwei Tage weg und gibt es ihnen danach wieder. Trotz aller Spielmöglichkeiten, für Frettchen gibt es nichts schlimmeres als die Vernachlässigung des Menschen. Deswegen ist es so wichtig sich täglich mehrere Stunden mit ihnen zu beschäftigen.

Übrigens kann man Frettchen auch frei in der Wohnung halten. Natürlich muss die Wohnung Frettchen-sicher gestaltet sein und eine Verletzungs- oder Vergiftungsgefahr ausgeschlossen werden. Ihnen ist nichts heilig, so werden Blumenkübel ausgeleert, der Abfalleimer muss in Sicherheit gebracht werden, den Tisch den sie erreichen, wird auch abgeräumt. Ein Glas oder ähnliches, gehört auch nicht auf den Tisch, denkt sich das Frettchen und räumt auf. Und warum sollte die Wäsche ordentlich in einem Schrank liegen, es ist doch viel praktischer alles auszuräumen um sich reinzukuscheln. Frettchen haben ihren eigenen Ordnungssinn.

Frettchen gehen auch sehr gerne spazieren. In Wäldern und auf Wiesen gibt es viele interessante Gerüche und sie können ihre geliebten Löcher graben.

Neben einer Menge Spaß, bringen sie auch jede Menge Arbeit mit sich. Die Bedürfnisse dieser Tierart und die Nachteile einer Frettchenhaltung sollten nicht unterschätzt werden. Bitte informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Frettchens ausgiebig und besuchen Sie einen Frettchenbesitzer in Ihrer Nähe oder nehmen. Sie vorübergehend ein Frettchen zur Urlaubspflege auf. So können Sie am besten entscheiden, ob es denn wirklich ein Frettchen sein soll, welches als neues ,,Familienmitglied“ bei Ihnen einzieht. Nicht für jeden Tierliebhaber sind Frettchen die geeigneten Haustiere. Die Lebenserwartung eines Frettchens beträgt ungefähr 8 bis 10 Jahre. Dies ist eine lange Zeit, in der Sie das Frettchen mit allem nötigen versorgen müssen, um es gesund zu erhalten. Sie haben eine große Verpflichtung, müssen für eine artgerechte Haltung, eine angepasste Fütterung, regelmäßige Pflege Ihrer Schützlinge und vor allem viel Zeit sorgen.

Sie noch keine Frettchen hatten empfehlen wir Ihnen, sich ein Buch über Frettchen anzuschaffen. Hier finden sich meist viele nützliche Tipps und es hilft auch sein Tier besser zu verstehen und Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. Ein Buch kann allerdings nur einen theoretischen Einblick ins Frettchenleben ermöglichen, deshalb ist ein Besuch bei einem Frettchenbesitzer anzuraten, um die Tiere mal live vor Ort zu erleben.

Infos zur Haltung von Goldhamstern

Liebe Tierfreunde!

Sie tragen sich mit dem Gedanken einem Goldhamster ein neues Zuhause zu geben oder haben sich bereits für Ihren neuen Liebling entschieden. Lesen Sie bitte hierzu folgende kurze Hinweise:

Allgemeines:

Der Goldhamster ist ein kleines, possierliches Tier und gerade deshalb recht beliebt. Häufig von Zoogeschäften ohne nähere Informationen zur Haltung verschleudert landen sie immer wieder unüberlegt in Kinderzimmern. Hamster sind nachtaktive, empfindliche Tiere, die sie als Kinderspielzeuge absolut ungeeignet machen. Ein Hamster steht abends auf und geht früh morgens ins Bett, immer gerade dann, wenn das Kind schläft. Ein Hamster will tagsüber seine Ruhe und braucht die auch. Werden die Tiere regelmäßig tagsüber gestört kann dies zu Verhaltensstörungen führen (z. B. Bissigkeit) und die Lebenserwartung des Tieres sinkt rapide. Des weiteren sind die Tiere durch ihre kleine Größe sehr empfindlich, beißen wenn sie erschrecken und auch die kurze Lebenserwartung von 2-3 Jahren und der damit verbundene Tod ist für ein Kind sicherlich eine Belastung: Also Hände weg von Hamstern für Kinder!

Käfig:

Ein Hamster braucht viel Bewegung. Ein großer Käfig ist da unabdingbar. Die kleinen in Zoodiscountern und Baumärkten angebotenen Käfige bieten den Tieren nicht den Platz den sie brauchen. Gerade auch für größere Hamsterarten sind diese Käfige eine reine Quälerei. Ein Mindestmaß ist 60 x 30cm (absolutes Minimum). Allerdings kann man einem Hamster gar keinen zu großen Käfig kaufen und das sollte einem das Tier auch wert sein, auch wenn der Käfigpreis den Kaufpreis des Hamsters um ein vielfaches Übersteig. Es ist auch viel schöner anzuschauen, wie der Hamster in einem großen Käfig „rumwuselt“ anstatt in einem kleinen Käfig gelangweilt und depressiv in der Ecke zu sitzen. Große Käfige für Hamster (ca. 100 x 60 ein) gibt es zwar zu kaufen, jedoch bekommt man diese Käfige meist erst, wenn man danach fragt und sie müssen häufig bestellt werden. Beim Käfig sollte darauf geachtet werden, dass die Gitterstäbe so engmaschig sind, dass das Tier nicht raus kann. Geeignet sind (z. B. auch Chinchilla- und Vogelvolleren. Hier ist aber darauf zu achten, dass der Hamster nicht tief fallen kann, damit er sich nicht verletzt.

Ein Terrarium bietet zwar Schutz vor Zugluft und der Hamster kann graben und „schaufeln“ ohne, dass alles nach draußen auf den Teppich fällt, allerdings ist der Nachteil eine schlechte Luftzirkulation. D.h. der Hamster bekommt immer nur die stickige und verbrauchte Luft zu atmen. Daher sollte man kein Terrarium nehmen, sondern lieber beim Kauf des Käfigs auf eine große, bzw. hohe Bodenwanne achten. Hier kann ihr kleiner Freund seinen ganzen Einstreu herumschieben, sich wie in der Natur Höhlen und Röhren bauen, es kommt genügend Luft hinein und der Teppich bleibt auch sauber. Der Käfig sollte aber weder Zugluft bekommen, noch in der prallen Sonne stehen.

Ausstattung:

Gerade bei kleineren Käfigen ist ein großes Laufrad im Käfig wichtig. Da Hamster viel Bewegung brauchen bietet nur ein Laufrad in einem Käfig die Möglichkeit dem Bewegungsdrang nachzugeben. Das Laufrad sollte sicher sein, dass sich das Tier nicht verletzt und dem Tier entsprechend groß sein. Ebenso ist ein Haus besonders wichtig. Das Haus dient dem Hamster zum zurückziehen als Ort des Schutzes und zum Schlafen.

Ein Haus ist in jedem Falle ein Muss für einen Hamster, denn viele Tiere kommen ohne nicht zur Ruhe, werden verhaltensgestört oder beißen dann deshalb. Leider wird dies auch immer wieder bei der Unterbringung in Zoogeschäften nicht beachtet. Sollten Sie also ein Tier aus einem Geschäft haben in dem die Tiere ohne Haus und Rückzugsmöglichkeit unter einem hellen Licht mit an die Scheibe tatschenden Kindern haben, so wundern Sie Sich nicht, wenn das Tier anfangs beißt. Geben sie ihm ein Haus und etwas Ruhe und Zeit denn Stress zu überwinden. Sollten Sie noch kein Tier haben und sich erst eines aussuchen, achten sie bitte auf solche Kleinigkeiten, denn ein Fluchttier ohne Fluchtmöglichkeit ist immer erhöhtem Stress ausgesetzt. Als Einstreu empfiehlt sich handelsübliches Kleintierstreu, das staubfrei sein sollte. Von Plastikröhren und -teilen sollte Abstand genommen werden. Auch Papprollen können einem Hamster schaden, da diese meist giftige Klebstoffe enthalten.

Ernährung:

Die im Handel angebotenen Fertigfuttermischungen sind gut als Grundfutter geeignet. Heu sollte, genau wie Wasser immer vorhanden sein. Ein Hamster ist kein Vegetarier. Deshalb sollten auch tierische Eiweiße zugeführt werden, z.B. ein bisschen Frischkäse, gekochter (!) Schinken, ein hart gekochtes Ei oder Quark. An einem Stückchen harten Brot oder Obstbaumästen kann sich das Tier seine Zähne abnagen. Ebenso ist ein Salzleckstein und gelegentliches Zufüttern von Mineralstoffen und Vitaminen sehr zu empfehlen. Natürlich freut sich jeder Hamster über Grün- und Saftfuttersachen. Auf Kohlsorten sollte verzichtet werden oder zumindest nicht viel gegeben werden, aber über Salat, Löwenzahn, ein bisschen Apfel oder Tomate freut sich jeder Hamster. Hamster stopfen alles in ihre Backen und verstecken das Futter dann in ihrem Bau. Hier kann sich eine ganze Menge ansammeln. Es sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden, da z.B. Frischfutter schnell schimmelt. Ebenso sollte die tägliche Futtermenge dem Bedarf des Tieres angepasst werden, da die Hamster sonst alles aufheben, sich nur „die Rosinen rauspicken“ und sich damit auch einseitig ernähren.

Haltung:

Eine wirklich artgerechte Haltung in Gefangenschaft ist beim Hamster nahezu unmöglich. Alleine dem Bewegungsdrang nach zu geben sollte man dem Hamster täglich Auslauf gewähren. Dabei muss man darauf achten, dass das Tier keine Kabel o.ä. annagt oder keine zu großen Kletterpartien macht. Auch ein kleiner Sturz kann für einen Hamster tödlich sein. Um dem Tier auch etwas Beschäftigung zu geben, sollte man sich auch viel mir ihm abgeben.

Alter:

Ein Hamster wird nur ca. 2-3 Jahre alt.

Zusammengewöhnen:

Hamster sind Einzelgänger und gehen aggressiv gegen Eindringlinge vor, deshalb ist eine Haltung von mehreren Hamstern im Normalfall nicht möglich.

Krankheiten:

Sobald man merkt, dass der Hamster nicht gesund ist sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dies kann sich unter anderem durch mattes Fell oder apathisches Verhalten bemerkbar machen.

Noch eine Überlegung zum Schluss: Jeder der einen Hamster z.B. im unseriösen Zoodiscounter kauft trägt auch dazu bei, dass die Tiere weiter gezüchtet und unter unnatürlichen Zuständen gehalten werden!

Wenn Sie Probleme mit Ihrem Tier haben sollten rufen Sie uns doch einfach im Tierheim an oder fragen Sie uns bei einer Nachkontrolle. Vielleicht können wir Ihnen dann weiterhelfen. Wir empfehlen auch das ein oder andere Buch über Hamster zu kaufen und zu lesen.

Infos zur Haltung von Kaninchen

Liebe Tierfreunde!

Sie tragen sich mit dem Gedanken einem Kaninchen aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben oder haben sich bereits für Ihren neuen Liebling entschieden. Lesen Sie bitte hierzu noch folgende Hinweise:

Ernährung:

Kaninchen ernähren sich von Heu, Gemüse, Grünfutter, Kraftfutter und ab und zu Obst, usw.. Heu und Wasser sollten immer ausreichend vorhanden sein. Zu empfehlen ist regelmäßig handelsübliches Kaninchenfutter, sowie täglich frisches Gemüse, Salat oder Obst. Gerade bei Fütterung mit Trockenfutter ist frisches Wasser, entgegen schon lange überholter und falscher Meinungen, immer ein muss! Mit Kohlsorten sollte sparsam umgegangen werden, da viele Tiere davon Blähungen bekommen. Vitamintropfen für das Trinkwasser sind besonders dann ratsam, wenn das Tier nur wenig Frisch- / Saftfutter bekommt um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Salzleckstein, Nagerstein, sowie getrocknetes Brot (1-2-mal die Woche) oder Zweige von Obstbäumen, um die Zähne abzunagen, gehören auch dazu.

Käfiggröße:

Diese richtet sich ganz nach dem Tier. Generell je größer, desto besser. Ein Käfig kann, wenn es dem Tier gut gehen soll, gar nicht groß genug sein, da auch der größte Käfig nur eine Notlösung darstellt. Für ein einzelnes Zwergkaninchen sollte er mindestens 100 x 50cm groß sein, wobei größere Käfige, denen grundsätzlich der Vorzug zu geben ist, meist nicht viel teurer sind. Für mehrere Tiere oder größere Kaninchenarten muss der Käfig dementsprechend größer sein. Ebenso sollte dem Tier ein Schlupf- / Schlafhäuschen zur Verfügung stehen. Eine Außenunterkunft muss dem Kaninchen Wind-, Regen-, Sonnen- und Kälteschutz bieten. Hierbei sollte auch beachtet werden den „Stall“ mardersicher und ausbruchsicher zu gestalten (Kaninchen graben!). Als Einstreu können handelsübliche Kleintierstreu und etwas Stroh verwendet werden.

Auslauf:

Auch der größte Käfig kann allerdings den täglichen Auslauf (z. B. in der Wohnung oder in einem Gartengehege) nicht ersetzten. 2 Stunden täglich sollten es schon sein. Kaninchen sind sehr reinliche Tiere und nehmen daher meist ein Katzenklo sehr schnell an und ein Kaninchen mit viel Auslauf ist wesentlich ausgeglichener und friedlicher. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Krallen der Kaninchen durch viel herumtoben abnutzen. Trotzdem sollten sie regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls geschnitten werden (evtl. vom Tierarzt). Aber Vorsicht beim Auslauf. Nager knabbern gerne an Kabeln und Klebstoffen (z. B. an der Tapete!).

Impfungen:

Unsere Kaninchen werden alle gegen Myxomatose geimpft. Myxomatose ist bei uns leider häufig anzutreffen. Die Impfung ist, sofern ein ganzjähriger Impfschutz gewollt ist, je nach Impfstoff alle 6-9 Monate zu wiederholen. Ein Impfstoff mit 12-monatiger Wirkung ist trotz aller Behauptungen, auch von Tierärzten, derzeit noch nicht erhältlich! Bitte beachten Sie also hierbei die Packungsbeilage. Einen 100% Schutz bietet leider auch diese Impfung nicht, sie ist jedoch die einzige Möglichkeit sein Tier zu schützen, gerade wenn Ihr Kaninchen auch mal hinaus ins Freie darf.

Wer einen möglichst umfassenden Impfschutz haben möchte, sollte sein Tier auch gegen RHD (Chinaseuche) impfen lassen. Diese Impfung ist nur 1-mal jährlich nötig.

Haltung:

Generell sind Kaninchen, wie Meerschweinchen, Rudeltiere, leben normal in Kolonien und würden sich sehr über einen Partner freuen. Am besten klappt“ s zwischen einem (kastrierten) Männchen und einem Weibchen. Sofern Ihr Kaninchenmännchen noch nicht kastriert ist sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, sonst gibt es schnell viel Nachwuchs und davon gibt es inzwischen reichlich, weshalb auch das Züchten mit unseren Tierheim-Tieren verboten ist. Nach dem Kastrieren hören die meisten Kaninchen auch auf ihr Revier durch das lästige „Spritzen“ zu markieren. Auch Weibchen verstehen sich meist gut miteinander, Männchen untereinander allerdings nur selten. Selbstverständlich kann man auch Meerschweinchen und Kaninchen zusammen halten, jedoch kann ein Kaninchen mit einem Artgenossen mehr anfangen und deshalb sollte dann doch einem 2. Kaninchen der Vorzug gegeben werden. Sofern mehrere Tiere gehalten werden, muss besonders auf einen großen Käfig/Auslauf geachtet werden, da auch Tiere, die sich sonst gut verstehen auch mal Krach haben können. Ist der Käfig / Auslauf dann zu klein kommt es leicht zu einer Beißerei, nach welcher sich die Kaninchen oft nicht mehr verstehen.

Sollten Sie ein einzelnes Tier Zuhause haben bieten wir die Möglichkeit ein Tier von uns zur „Probe“ mit nach Hause zu nehmen und an Ihren Liebling zu gewöhnen (ein paar Tage, wenn möglich, die Tiere nebeneinander stellen, dann zusammen in einen größeren Auslauf lassen und beobachten, ob sie sich vertragen). Vertragen sich die Tiere dann doch nicht können Sie das „geliehene“ Tier jederzeit zurückbringen, denn auch Tiere mögen eben nicht jeden Artgenossen.

Infos zur Haltung von Katzen

Das Wichtigste: Nehmen Sie sich Zeit für den Kauf Ihrer Katze!

Die Verantwortung fängt schon beim Kauf an. Informieren Sie sich vorab in Büchern, Zeitschriften oder bei Züchtern welche Katze zu Ihnen passt.

Besuchen Sie ruhig mehrere Züchter oder Tierheime. Auch mehrmals. Lassen Sie sich so lange Zeit, bis Sie sich absolut sicher sind, das dies die richtige Katze für Sie ist.

Haben Sie sich folgende Fragen schon gestellt?

  • Habe ich genügend Zeit?
    Sie sollten nicht den ganzen Tag außer Haus sein. Und Sie sollten die Zeit aufbringen können, sich genügend mit Ihrer Katze zu beschäftigen. Das bedeutet, jeden Tag mindestens 20 Minuten mit Ihr zu spielen und sich um Ihr Futter und die Reinigung Ihrer Toilette zu kümmern.
  • Habe ich ausreichenden Platz?
    Der Katze sollten mindestens 30-40qm Platz zur Verfügung stehen. Außerdem freuen sich die meisten Katzen über einen Balkon oder einen Garten.
  • Sind Sie bereit die Kosten zu tragen?
    Eine Katze muss regelmäßig geimpft werden, Sie müssen die Kosten für Futter und Streu mit einbeziehen, sowie eventuelle Tierarztbesuche, die je nach Krankheit auch recht teuer werden können. Mit einem kleinem Spielraum sollten Sie also etwa 700 Euro pro Jahr für Ihre Katze einplanen.
  • Sind Sie bereit Ihre Katze für einen langen Zeitraum zu behalten?
    Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden. Sie tun Ihrer Katze bestimmt keinen Gefallen, wenn Sie sie vorzeitig wieder abgeben oder aussetzen. Machen Sie sich also längerfristige Gedanken.
  • Falls Sie zur Miete wohnen: Ist eine Katze erlaubt?
    Nicht in jeder Wohnung ist es gestattet Tiere zu halten. Sie sollten sich also vorher bei Ihrem Vermieter erkundigen.

Die Anschaffung

Es gibt verschiedene Wege eine Katze aufzunehmen. Man kann Katzen zum Beispiel bei Privatpersonen, Tierhändlern, Tierheimen oder Züchtern kaufen. Doch der günstigste Weg ist nicht immer der beste. Es gilt einiges zu beachten. In den folgenden Zeilen bekommen Sie einige Informationen und Tips über die Möglichkeiten für Sie die „ richtige“ Katze zu kaufen.

Privatpersonen:

Beim Kauf einer Katze von einer Privatperson sollte man eher vorsichtig sein. Auch der Preis ist meist nicht günstig, so wie viele meinen. Viele Leute wollen mit so einem Verkauf nur an „schnelles Geld“ kommen.

Sie sollten sich in jedem Fall über die Gründe des Verkaufs aufklären lassen. Nehmen Sie keine Katze zu sich, die z.B. alle Möbel zerkratzt. Man kann es Ihr zwar abgewöhnen, aber dies ist ein langer Weg.

Wenn Katzenbabys aus einem ungewollten Wurf verkauft werden, sind die Besitzer meist darum bemüht, das die Kleinen in gute Hände kommen. Informieren sie sich aber auch bei diesen Katzen nach dem Verhalten der Mutter, da die Jungen oft zumindest teilweise ihre Züge annehmen werden. Und achten Sie darauf, das die nötigen Impfungen eingehalten wurden und das Kätzchen sich in einem guten Zustand befindet. Ebenfalls sollte das Kätzchen mindestens 12 Wochen alt sein bevor man es von seiner Mutter trennt.

Züchter:

Eine weitere Adresse um sich eine Katze zu kaufen sind Züchter.

Es gibt zwei Arten von Züchtern: Auf der einen Seite die Amateurzüchter, die aus Spass oder Geschäftssinn züchten und auf der anderen Seite die Profizüchter. Meiden sollten Sie die so genannten Hinterhofzüchter, die ihre Katzen in engen Käfigen auf irgendeinem Hinterhof halten. Die Kätzchen dieser Züchter sind oft verhaltensgestört, krank, schlecht ernährt, nicht von einem Experten begutachtet, nicht geimpft und nicht mit gültigen Papieren versehen.

Einen guten Züchter finden sie in den Adressenlisten von zuchtbuchführenden Katzenvereinen und Rassenclubs, bei denen jeder Züchter Mitglied sein muss. Die Rasseclubs stellen Ihnen, beim Kauf eines Kätzchen bei einem angeschlossenen Züchter, die Papiere und den Stammbaum aus. Ein richtiger Züchter spezialisiert sich auf zwei maximal drei Rassen. Einen professionellen Züchter können Sie vor und noch lange nach dem Kauf eines Kätzchens um Rat fragen und falls Sie verreisen können Sie ihre Katze gegen Bezahlung dort abgeben so lange Sie verreist sind.

Sie suchen sich am besten einen Züchter in ihrer Nähe aus, damit sie die von ihnen auserwählte Katze schon besuchen können, bevor sie das Tier mit nach Hause nehmen und es dadurch an Sie gewöhnen, denn gerade der Kontakt in den ersten Lebenswochen ist wichtig. Sie werden sich, bei einem guten Züchter, eine Katze aussuchen dürfen. Der Züchter wird ihnen nie eine Katze zuweisen, sofern noch Auswahl besteht wird er Ihnen alle seine Kätzchen vorführen und sie bei der Auswahl beraten.

Tierheime:

In Tierheimen leben ausgesetzte Katzen, Katzen die davon gelaufen sind, die nicht mehr zu halten waren oder durch einen Umzug oder Todesfall ihrer Besitzer herrenlos wurden. Im Tierheim wird sich darum bemüht, die Katzen wieder bei anderen Leuten unterzubringen, was leider oft fehlschlägt. Letztendlich werden ältere und sehr schwierige Tiere eingeschläfert. Im Prinzip kann man sagen, wer eine Katze aus dem Tierheim holt, rettet ihr das Leben. Aber nur wenige Menschen holen Katzen aus dem Tierheim, da diese Tiere allgemein einen schlechten Ruf haben. Sie brauchen viel Geduld und Einfühlungsvermögen dazu eine solche Katze zu erziehen. Klappt dieses ist der Dank des Tieres gross, der sich in Liebe, Anhänglichkeit und Zuneigung äussert. Lassen sie sich beim Aussuchen des von ihnen gewünschten Tieres nur bedingt von emotionalen Reizen leiten. Fragen sie den Pfleger nach den Bedürfnissen des von ihnen ausgewählten Tieres. Über die Formalitäten und Kosten einer „Adoption“ gibt ihnen jedes Tierheim Auskunft.

Tierhändler:

Von einem Kauf bei einem Tierhändler sollten sie besser ablassen, denn die Tiere sind dort aus der Massenhaltung oft körperlich und fast immer seelisch krank, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so wirken. Auch die Ahnentafeln dieser Katzen sind fast immer wertlos, da sie von irgendeinen fadenscheinigen Verein ausgestellt wurden.

Die Vorbereitung

Damit sich Ihre neue Katze bei Ihnen wohl fühlt sollten Sie schon im Vorfeld einige Dinge erledigen. Wir haben für Sie eine Liste an Dingen zusammengestellt, die jeder Katzenhalter im Haus haben sollte.

Und bitte beachten Sie, das Ihre Katze sich in den ersten Wochen erstmal eingewöhnen muss. Setzten Sie sie anfangs keinem großen Besuch oder Stress aus. Und vermeiden Sie es, das jedes Familienmitglied, vor allem Kinder, ständig die Katze auf den Arm nehmen und ihr keine ruhige Minute mehr gönnen.

  • ein Katzenkorb
    Katzen verbringen rund 16 Stunden am Tag damit zu schlafen oder zu dösen. Daher brauchen Sie einen Korb, am besten in einer ruhigen, zugfreien Ecke. Aber nicht jede Katze schläft auch in ihrem ‚Bett“. Viele Katzen suchen sich ihren Schlafplatz selbst aus.
  • ein Transportkorb
    Auf Dauer kommt kein Katzenbesitzer um einen Transportkorb herum. Sie benötigen Ihn, um Ihre Katze zum Tierarzt zu bringen oder allgeimein zu transportieren. Der Transportkorb sollte gut belüftet, leicht zu reinigen und stabil sein. Um es Ihrer Katze ein bisschen gemütlicher zu machen sollten Sie auf dem Boden eine Decke oder ein Kissen auslegen.
  • das Spielzeug
    Sie sollten von Anfang an genügend Spielzeug im Hause haben, um Ihre Katze zu beschäftigen. In Zoohandlungen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Spielzeugen; z.B. Stoffmäuse oder quietschende Kugeln. Ihre Katze wird sich aber sicher auch über ganz einfache Spielzeuge wie einem Wollkneuel oder einer Schnur freuen.
  • ein Kratzbaum
    Ein Kratzbaum darf in keinem Katzenheim fehlen, sonst vergehen sich die meisten Katzen an Möbeln oder Sofas. Sie müssen jedoch keinen teuren, deckenhohen Kratzbaum kaufen, es reicht auch, wenn Sie ein Stück alten Teppich mit ca. 1,20 m Höhe an einer Wand befestigen. Idealerweise befestigen Sie an der Wand noch ein bis zwei Bretter auf denen es sich Ihre Katze gemütlich machen kann.
  • das Futter
    Sie sollten schon etwas Futter ‚auf Vorrat‘ kaufen. Am besten kaufen Sie verschieden Sorten, um Ihrer Katze ein wenig Abwechslung zu bieten. Außerdem sollten Sie unter den Futternapf Ihrer Katze eine abwaschbare Unterlage legen, da schonmal etwas daneben geht. Neben dem Futternapf sollte immer ein Schälchen mit frischem Wasser bereit stehen; vor allem, wenn Sie ausschließlich mit Trockenfutter füttern. Ihre Katze freut sich sicherlich auch schon zu Beginn über gelegentliche Leckerchen. Aber übertreiben Sie es mit diesen Leckerchen bitte nicht, weil diese zur Fettleibigkeit der Katze führen können.
  • das Katzengras
    Katzen knabbern gern an frischem, grünen Gras. Daher sollten Sie immer welches für Ihre Katze bereit stehen haben. Außerdem dient das Gras als Verdauungshilfe, um die verschluckten Haare wieder auszubrechen. Im Zoofachhandel gibt es spezielles Katzengras, das ganz einfach auszusähen ist.
  • die Katzentoilette
    Jeder Katze sollte ihre eigene Toilette zur Verfügung stehen. Stellen Sie es am Besten an einem Ort aufstellen, der ruhig und geschützt ist. Reinigen sollten Sie die Toilette mindestens täglich. Am besten legen Sie sich dafür eine Schaufel zu, mit der Sie das Streu wechseln können. Reinigen Sie die Toilette nie mit chemischen Reinigern, diese könnten Ihre Katze verscheuchen und sie erledigt ihr Geschäft an einer anderen Stelle.
  • die Bürste
    Sie sollten Ihre Katze regelmäßig bürsten. Vor allen, wenn Sie eine Langhaarkatze haben ist es wichtig, das Fell täglich zu bürsten damit es nicht verfilzt.

Erziehung

Als Erstes: Man kann Katzen nicht so erziehen wie einen Hund. Wenn Sie jedoch bestimmte Regeln verfolgen, ist es durchaus möglich Ihre Katze in einem gewissen Rahmen zu erziehen.

Als erstes brauchen Sie viel, viel Geduld. Da Katzen sehr eigenwillig sind können Sie nicht erwarten, das sie Ihr Verbot gleich beim ersten oder zweiten Mal befolgt. Wenn Ihre Katze etwas falsch gemacht hat, fügen Sie Ihr auf keinen Fall Schmerzen zu oder schlagen Sie sie. Außerdem ist es wichtig, Ihre Katze sofort zu bestrafen, damit sie ihr falsches Verhalten noch im Gedächtnis hat.

Als hilfreiche Strafe dient zum Beispiel eine Blumenspritze, wenn Ihre Katze an Pflanzen hochklettert oder Ihre Blumentöpfe ‚umgräbt‘. Mit dieser Methode fügen Sie Ihrer Katzen keine Schmerzen zu, aber sie wird sich beim nächsten Mal wieder daran erinnern.

Eine andere Methode der Bestrafung kann es sein, Ihre Stimme leicht zu erheben, da Katzen auf soetwas sehr empfindlich reagieren. Schreien Sie sie aber auf keinen Fall an. Dann verschüchtern Sie sie nur, und Ihre Katze könnte das vertrauen zu Ihnen verlieren.

Es ist außerdem wichtig, eine Gleichmäßigkeit bei der Erziehung beizubehalten. Bestrafen Sie Ihre Katze bei jedem falschen Verhalten auf die gleiche Art und Weise. Sonst könnte es passieren, dass sie Ihre Reaktion nicht verstehen und verstört reagiert.

Rufen Sie Ihre Katze von Anfang an immer bei ihrem Namen. Allerdings nur in angenehmen Zusammenhängen. Dann wird sie sich schnell daran gewöhnen und hört auch auf ihren Namen.

Natürlich ist es auch wichtig, Ihre Katze zu belohnen. Die Belohnung muss nicht zwangsläufig aus etwas Besonderem zu fressen bestehen, auch lobende Worte oder ein freundliches Streicheln werden von Ihrer Katze durchaus wahr genommen.

Ihre Wohnung muss zum Abenteuer werden

Die reine Wohnungshaltung von Katzen kann durchaus artgerecht sein. Aber Sie müssen Ihrer Katze etwas bieten, damit sie sich nicht langweilt.

Die meisten Katzen lieben zum Beispiel Kratzbäume. Richten Sie Ihrer Katze einen Ort ein, an dem sie klettern und spielen kann. Deckenhohe Kratzbäume müssen nicht immer auch platzeinnehmend sein. Sie werden bestimmt einen geeigneten Platz in Ihrer Wohnung finden. Wer sich keinen teuren Kratzbaum anschaffen will kann auch ein Stück Teppich an der Wand befestigen, an dem die Katze hochklettern kann. Idealerweise sollten Sie dann noch ein bis zwei Bretter befestigen, auf denen sich Ihre Katze nieder lassen kann; denn Katzen lieben es, aus der Höhe das Geschehen zu beobachten.

Bieten Sie Ihrer Katze Abwechslung, indem Sie Ihr ab und zu neue Gerüche aus der Natur mitbringen. Das kann zum Beispiel ein Stück Holz oder ein Strauß duftender Gräser sein.

Achten Sie darauf, ab und zu kleine Dinge in der Wohnung zu verändern. Sonst könnten Sie Ihrer Katze einen kleinen ‚Schock‘ zu versetzen, sobald Sie sich ein neues Möbelstück anschaffen.

Zu den wichtigstens Abwechslungen in einem Katzenleben gehört auf jeden Fall die all-abendliche Spielrunde. Nehmen Sie sich dazu mindestens eine Viertelstunde Zeit. Je realistischer Ihr Spielangebot ist, desto erfreuter wird Ihre Katze sein. Da Katzen sich Ihrer Beute anschleichen ist es wichtig, ihr beim Spiel Deckungsmöglichkeiten zu bieten. Dies können zum Beipsiel ein paar Kartons oder eine große Decke sein.

Ernährung bei Katzenkindern

Katzenbabies (0-6 Wochen) benötigen viel häufiger Futter. Mindestens alle zwei Stunden (auch nachts) müssen Sie kleine Portionen verabreichen. Werden die Babies nicht lang genug von der Mutter gesäugt, müssen Sie eine spezielle Ersatznahrung verabreichen.

Die Umstellung auf normales Futter erfolgt nach 6-8 Wochen. Dann müssen Sie Ihr Kätzchen immer noch alle 6 Stunden füttern. Entweder kaufen Sie spezielles Futter für Katzenbabies oder Sie zerkleinern das Futter mit der Gabel und geben noch etwas warmes Wasser hinzu. Trockenfutter sollten Sie in warmem Wasser aufquellen lassen, da die kleinen Zähnchen noch nicht stark genug sind.

Treten Probleme (z.B. Durchfall) auf sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen.

Die Ernährung

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist für eine Katze ebenso wichtig wie für einen Menschen.

Im Handel gibt es eine Vielzahl an Futter, das alle Nährstoffe enthält. Weitere Zusätze sind meist überflüssig.

Am besten ist es, Sie legen 2 bis 3 mal am Tag feste Fütterungzeiten fest. Es gibt Katzen, denen das natürliche Sättigungsgefühl fehlt, und auch Hauskatzen neigen oft dazu durch mangelnde Bewegung fett zu werden. Achten Sie also darauf, wie viel Ihre Katze zu sich nimmt oder verwenden Sie gegebenenfalls Diät-Futter.

Im Handel gibt es Trocken- oder Nassfutter. Beim feuchten Futter sollten Sie allerdings darauf achten, das das Futter nicht zu lang im Fressnapf bleibt, da es (vor allem bei hohen Temperaturen im Sommer) leicht verderblich ist. Trockenfutter kann bei einigen Katzen dazu beitragen, das sich weniger Zahnstein bildet.

Unabhängig vom Futter das Sie verwenden, sollten Sie immer ein Schälchen mit frischem Wasser neben dem Fressnapf Ihrer Katze stehen haben. Besonders wenn Sie ausschließlich Trockenfutter verwenden ist zusätzliches Wasser wichtig.

Geben Sie Ihrer Katze niemals rohes Fleisch. Besonders in Schweinefleisch könnten Keime enthalten sein, die Ihre Katze krank machen. Wenn Sie Ihre Katze also mit frischem Fleisch verwöhnen wollen kochen Sie es vorher gut ab oder braten Sie es. Wenn Ihre Katze jedoch Junge bekommt oder bei bestimmten Krankheiten muss die Ernährung umgestellt werden.

Futterarten

Dosenfutter

Für uns Menschen ist der Geuch von Dosenfutter meist unangenehm, aber Ihrer Katze wird sicher das Wasser im Mund zusammen laufen.

Der Nachteil an Dosenfutter ist, das es leicht verderblich ist. Lassen Sie es also nie über einen ganzen Tag lang stehen. Angebrochene Dosen können sie gut verschlossen ca. 3 Tage im Kühlschrank stehen lassen.

Trockenfutter

Trockenfutter ist sehr knackig und beugt Zahnstein vor. Es hat genau so viele Nährstoffe wie Dosenfutter nur verdirbt nicht so schnell. Um Ihrer Katze Abwechslung zu bieten können Sie auch ruhig mal Trockenfutter mit Dosenfutter mischen oder abwechselnd servieren.

Bei der Ernährung mit Trockenfutter sollte auf jeden Fall eine Schale mit Wasser bereit stehen.

Leckerbissen

Leckerbissen dienen zur Verwöhnung ‚zwischendurch‘ und als Belohnung. Sie sollten Ihre Katze auf keinen Fall ausschließlich damit füttern.

Als Leckerbissen können Sie Ihrer Katze auch mal ein Stück Käse oder Quark geben, aber achten Sie darauf, das die Leckerbissen immer Zimmertemperatur haben, denn sonst könnte sich Ihre Katze den Magen verderben.

Milch

Beim Füttern von Kuhmilch sollte man vorsichtig sein. Ausgewachsene Katzen können davon Durchfall bekommen. Wenn Sie Ihrer Katze trotzdem gerne Milch geben möchten besorgen Sie die sogenannte „Katzenmilch“. Sie ist Laktose-frei und für Katzen gut verträglich.

Achten sie auf alle Anzeichen und Merkmale

Jede äußerliche Veränderung und auch jede Veränderung im Verhalten kann Anzeichen einer Krankheit sein. Diese Anzeichen können sein: Kahle Stellen im Fell bzw. eklatant viel Haarausfall, Schuppenbildung, Durchfall, Niesen, Husten, Würgen etc. Dies sind sehr auffällige Anzeichen. Es gibt auch weniger auffällige Anzeichen wie z.B. Appetitlosigkeit, starker Durst, Lustlosigkeit, häufiges Aufsuchen der Katzentoilette etc. Alle Anzeichen, die uns als aufmerksamen Katzenbesitzer alarmieren, sollten ernst genommen werden. Es muss nicht immer eine ernste Krankheit dahinter stecken, aber Vorsorge ist besser als dem Tier eine verschleppte Krankheit zuzumuten. Appetitlosigkeit und Lustlosigkeit (Teilnahmslosigkeit) könnten z.B. ein Anzeichen von Fieber sein. Es ist ratsam als Katzenbesitzer ein (digitales) Fieberthermometer für Katzen zu besitzen. Im Normalfall beträgt die Temperatur bei einer Katze 38,3° C bis 38,8° C.

Katzenschnupfen

Beim sogenannten „Katzenschnupfen“ handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhäute des Kopfes (Nase, Mund, Augen), die sich entlang der Atemwege bis zur Lunge hin ausdehnen kann. Hervorgerufen wird er in erster Linie durch verschiedene Viren, vor allem Herpes- und Calici-Viren, aber auch einige Bakterienarten können daran beteiligt sein. Die Erreger werden durch Niesen, Husten und mit dem Speichel weiterverbreitet und so von Katze zu Katze übertragen. Deshalb besteht in größere Katzenbeständen (Tierheimen, Katzenpensionen) eine besonders hohe Ansteckungsgefahr. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt 2 bis 5 Tage. Erste charakteristische Anzeichen sind häufiges Niesen und vermehrter Nasen- und Augenausfluss, der mit Fieber und Appetitlosigkeit einhergehen kann. Die Krankheit kann in ihrem Verlauf stark variieren. Während in leichten Fällen die genannten Symptome in wenigen Tagen verschwinden, dauern sie in schwereren Fällen mehrere Wochen an. Auge und Nase sind dann durch eitrigen Ausfluss stark verklebt, die Atembehinderung wird durch Schniefen und Röcheln vernehmlich. Die Entzündung der Lidbindehäute kann auf die Hornhäute übergreifen, und zwar so stark, dass sich dort richtige Geschwüre entwickeln. Schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut sowie das Unvermögen, das Futter zu riechen, veranlassen die Katzen dazu, die Futteraufnahme einzustellen. Wenn die Lunge von der Entzündung miterfasst ist, tritt auch Husten auf. Die Schwere des Verlaufs hängt vom Alter und Allgemeinzustand des Patienten ab: Ältere Katzen überstehen den Schnupfen meist schneller als Jungtiere oder Katzen mit z.B. durch Wurm- oder Flohbefall geschwächtem Abwehrsystem, bei denen er sogar zum Tode führen kann.

Als Folgeschäden des Schnupfen können Hornhautnarben, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sowie Veränderungen an den Nasenmuscheln und Nasennebenhöhlen zurückbleiben. Letztere bilden auch die Grundlage des chronischen Katzenschnupfens, der einer therapierestistenten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) die Katze lebenslang belasten kann. Grundziel der Behandlung ist es, durch optimale Umweltbedingungen die eigene Abwehr der Katze soweit zu stärken, dass sie in der Lage ist, die Erreger selbst zu bekämpfen. So spielen hier, neben der Verabreichung von Antibiotika zur Vermeidung bakterieller Sekundärinfektionen, pflegende Maßnahmen des Besitzers eine wichtige Rolle. Augen und Nase sollten mehrfach täglich mit Kamillelösung gereinigt werden, bevor antibiotische und/oder schleimhautabschwellende Tropfen dort eingebracht werden. Nahrung und Flüssigkeit sollten häufig angeboten bzw. sogar eingeflößt werden, sofern die Futteraufnahme verweigert wird. Dafür eignen sich energiereiche Pasten, z.B. Nutrical (Albrecht) oder ad-Diät (Hills), die durch ihre halbflüssige Form auch sehr gut mit Einmalspritzen ins Maul eingegeben werden können und schon in geringen Mengen zur Deckung des Kalorienbedarfs ausreichen. Vom Tierarzt können zudem neben Immunseren (Serocat) auch sogenannte „Immuninducer“ (z.B. Baypamun) eingesetzt werden, d.h. Mittel, die die körperliche Abwehr der Katze anregen. Als Prophylaxe gegen den Katzenschnupfen empfiehlt sich für Katzen mit Freigang oder mit Kontakt zu freilaufenden Artgenossen die entsprechende Schutzimpfung im jährlichen Abstand, wobei Impfung mittels Injektion oder auch in Form von Augen- oder Nasentropfen verabreicht werden kann.

Einschränkend muss hier erwähnt werden, dass die Impfung vor allem einen guten Schutz gegen schwere Verlaufsformen des Schnupfens bietet. Trotzdem können auch bei geimpften Katzen Schnupfenerkrankungen vorkommen. Mehrere Faktoren sind hierfür verantwortlich: – Von der Vielzahl der möglichen Schnupfenerreger sind nur die wichtigsten – und je nach Impfstoff unterschiedliche – enthalten. Die Grippeimpfung des Menschen verhindert ja auch nicht jede Erkältung, sondern nur die gefährlichsten Formen. – Außerdem besitzen Schnupfenviren in hohem Maße die Fähigkeit zur genetischen Veränderung (Mutation), mit der es ihnen immer wieder gelingt, dem Immunsystem eines geimpften Tieres zu entkommen, da es für die neue Variante des Virus noch keine passenden Antikörper besitzt. – Weiterhin wird der Katzenschnupfen, wie eingangs erwähnt, u.a. durch Herpesviren ausgelöst. Herpesviren haben die Fähigkeit, in einem Organismus anwesend zu sein, ohne Krankheitserscheinungen hervorzurufen. Beim Menschen sind Herpesviren für die unangenehmen Bläschen an Lippen oder im Mund verantwortlich, die immer zu Zeiten vermehrten physischen oder psychischen Stresses – z.B. bei einer Grippe, bei UV-Bestrahlung im Skiurlaub oder bei Prüfungsstress – wieder auftauchen. Genauso können Herpesviren bei einmal infizierten Katzen bei Stress (Pensionsaufenthalt, Tierarztbesuch, Besitzerwechsel, Ausstellung etc.), wenn auch in milderer Form, trotz Impfung wieder in Erscheinung treten.

Katzenseuche

Die Katzenseuche oder auch Panleukopenie ist eine höchst ansteckende Virusinfektion, die sich durch heftiges Erbrechen und Durchfall, begleitet von hohem Fieber, bemerkbar macht. Ausgelöst wird sie durch ein sehr kleines Virus, ein Parvovirus, das wiederum mit dem Erreger der Parvovirose oder „Katzenseuche“ des Hundes verwandt ist. Eine Übertragung vom Hund auf Katze oder umgekehrt ist jedoch nicht möglich. Da Parvovoviren sich durch eine hohe Widerstandskraft gegenüber Umwelteinflüssen wie Kälte oder sogar Fäulnis auszeichnen und sich in einer verseuchten Umgebung, besonders in geschlossenen Räumen, monatelang halten können, besteht neben der direkten Ansteckungsgefahr auch eine indirekte über Gegenstände, die mit infizierten Katzen in Kontakt waren. Daher empfiehlt sich selbst für nur in der Wohnung gehaltenen Katzen die Impfung gegen diese Erkrankung. Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 6 Tagen treten als erste Symptome Mattigkeit, Futterverweigerung, Erbrechen und hohes Fieber (40°C bis 41°C) auf. Die Katzenseuche kann besonders bei Jungtieren binnen 12 bis 36 Stunden zum Tod führen. Zum anfänglichen Erbrechen kommt Durchfall hinzu. Beides zusammen verursacht starken Flüssigkeitsverlust und Austrocknung.

Charakteristisch ist außerdem eine Verminderung der weißen Blutzellen, die vom Tierarzt nach einer Blutentnahme ermitteln und sowohl zum Nachweis dieser Infektion als auch zur Beurteilung der Heilungschance herangezogen werden kann. Eine Genesung ist durchaus möglich, aber, wie auch beim Schnupfen, abhängig vom Alter und Allgemeinzustand der Katze. So haben ältere, gut ernährte Tiere eine deutlich bessere Chance, bei intensiver Behandlung die Erkrankung zu überstehen, als Jungtiere oder abgemagerte und geschwächte Tiere. Die intensive Behandlung zielt in erste Linie darauf ab, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Das erfolgt anfänglich durch intravenöse Infusion von Elektrolytlösungen durch den Tierarzt und kann später, wenn das Erbrechen aufgehört hat, durch Einflößen solcher Lösungen vom Katzenhalter selbst fortgeführt werden. Parallel dazu erhält die Katze Antibiotika, um zusätzliche bakterielle Infektionen zu verhindern. Auch stehen Hochimmunseren (Feliserin, Serocat) zur Verfügung, deren Anwendung im Anfangsstadium hilfreich sein kann. Die beste Möglichkeit, die Katze vor dieser Erkrankung zu bewahren, besteht jedoch in der vorbeugenden Schutzimpfung, die jährlich aufgefrischt wird und wegen des Übertragungsweges des Erregers für alle Katzen sinnvoll ist. Gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen kann gleichzeitig im Kombinationsimpfstoffen geimpft werden.

Leukose

Die Leukose gehörte lange Zeit mit zu den von Katzenbesitzern gefürchtetsten Erkrankungen, da sie unweigerlich tödlich verläuft und früher kein Impfstoff gegen Sie zur Verfügung stand. Seit einigen Jahren sind aber sogar mehrere Impfstoffe auf dem Markt. Unter nicht geimpften Katzen stellt Leukose jedoch immer noch die häufigste infektiöse Todesursache dar. Der Erreger ist wiederum ein Virus (FeLV = Felines Leukose-Virus), das zwar zur selben Gruppe von Viren zählt wie das humane Immunschwäche-Virus (HIV), der AIDS-Erreger, aber nicht auf Menschen übertragbar ist. Dieser Verwandtschaft entsprechend ähnelt die Leukose bei der Katze in ihrer Symptomatik teilweise dem erworbenen Immundefizienssyndrom (AIDS = Aquired Immunde Deliciency Syndrome) des Menschen. Das sogenannte „Katzen-AIDS“ (siehe nächste Ausführung) wird allerdings durch ein anderes Virus (FIV = Felines Immundefizienz-Virus) hervorgerufen, das ebenfalls mit dem humanen HIV verwandt ist. Die Ansteckung erfolgt über direkten engen Kontakt beim friedlichen Zusammenleben, durch gegenseitiges Lecken; Putzen, gemeinsames Benutzen der Katzentoilette, sowie bei kämpferischen Auseinandersetzungen durch Bisse. Sie wird meist vom Besitzer nicht wahrgenommen, da sie zunächst nur zu einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur führt. Die Mehrzahl der infizierten Katzen bildet in der Folge genügend Abwehrstoffe gegen das Virus und eliminiert es aus dem Körper. Lediglich 2 bis 6 % der einmal infizierten Katzen gelingt dies jedoch nicht. Sie bleiben Virusträger, scheiden es mit sämtlichen Körperflüssigkeiten aus und infizieren damit andere Katzen. Erste typische Symptome der Krankheit treten allerdings erst 1 bis 2 Jahre nach der Ansteckung auf. Die Symptome sind sehr vielfältig und beruhen auf der Vorliebe des Leukosevirus, Blutzellen und ihre Vorstufen zu befallen. Sind bereits die Vorstufen, die im Knochenmark gebildet werden, betroffen, werden nicht mehr genügend rote Blutkörperchen ins Blut nachgeliefert.

Der Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) macht sich in allgemeiner Schwäche und Müdigkeit bemerkbar. Die Schleimhäute im Mund und am Auge erscheinen dann blass, fast weiß. Werden dagegen die weißen Blutzellen geschädigt und zerstört, können sie ihre Aufgabe, andere Infektionen abzuwehren, nicht mehr erfüllen. Es entsteht das Bild der Immunschwäche, d.h. die Katze erkrankt häufiger und schwerer an anderen Infektionen, z.B. an Schnupfen. Sie leidet ständig an Durchfall, Ohren- und Zahnfleischentzündungen, oft starken Floh- und Wurmbefall, Abszessen und anderen Hauterkrankungen. Anstatt die weißen Blutzellen zu schädigen, vermag das Virus auch, sie zu vermehrtem Wachstum anzuregen, mit der Folge, dass Tumore in inneren Organen (Leber, Nieren, Milz), aber auch in der Haut oder in den Lymphknoten entstehen. Tumore bei jungen Katzen sind immer leukosebedingt. Den Nachweis einer Leukose liefert im Verdachtsfall ein Leukosetest, ein relativ einfach und schnell durchzuführender Bluttest, mit dem das Virus im Blut entdeckt werden kann. Während bei einer kranken Katze ein positives Testergebnis eine Leukose beweist, zeigt es bei einer klinisch gesunden Katze nur an, dass sie sich gerade mit dem Virus auseinandersetzt. In diesem Fall muss der Test nach 3 Monaten wiederholt werden, um zu sehen, ob ihr Immunsystem das Virus erfolgreich abgewehrt hat oder ob die Katze als permanent infiziert anzusehen ist. Natürlich sollte die Katze auf Grund der Ansteckungsgefahr in der Zwischenzeit von anderen Katzen getrennt gehalten werden. Im Falle eines positiven Leukosetests ergibt sich die Frage nach einer möglichen und sinnvollen Behandlung. Prinzipiell ist Leukose nicht heilbar, aber leukosepositive Tiere, die noch keine Krankheitserscheinungen zeigen, können trotz Infektion durchaus noch einige Jahre weiterleben. Selbstverständlich sollte ihnen keinesfalls Freigang gewährt werden, da sie ja das Virus weitergeben können.

Eine bereits erkrankte Katze kann symptomatisch behandelt werden; das bedeutet, die durch die Abwehrschwäche aufgetretenen Folgeerkrankungen können bekämpft werden, z.B. mit Antibiotika oder durch Entwurmungen usw. Tumore können mit Chemotherapeutika und Cortison im Wachstum gebremst, bisweilen sogar zum Verschwinden gebracht werden. Je nach Schwere des Krankheitsbildes ist jedoch oft die Euthanasie einer Behandlung vorzuziehen, um der Katze weiteres Leiden zu ersparen. Als Prophylaxe gegen diese Erkrankung ist die Impfung für alle Katzen mit Freigang und solche, die mit anderen Katzen in Kontakt kommen, z.B. auf Ausstellungen oder in Katzenpensionen, empfehlenswert. Die Grundimmunisierung erfolgt zweimal im Abstand von 2 bis 4 Wochen unabhängig vom Alter der Katze und sollte dann in jährlichem Abstand aufgefrischt werden. In manchen Tierarztpraxen wird vor der ersten Impfung ein Leukosetest durchgeführt, um den Nutzen der Impfung sicherzustellen, denn eine bereits an Leukose erkrankte Katze zu impfen ist zwar nicht schädlich, aber nutzlos. Der Test erspart dem Besitzer denn längerfristig diese Kosten, ist aber natürlich ein zusätzlicher Kostenfaktor bei der ohnehin nicht billigen Impfung.

Katzen-„AIDS“

Diese Erkrankung zeigt ebenfalls das bereits bei der Leukose beschriebene Bild einer allgemeinen Immunschwäche, mit dem Unterschied, dass ein anderes Virus für sie verantwortlich ist. Dieses erst seit 1986 bekannte Virus wird als FIV = Felines Immundefizienz-Virus bezeichnet und ist ebenfalls eng verwandt mit dem HIV-Virus, weshalb sich für diese Erkrankung der Begriff „Katzen-Aids“ eingebürgert hat. Auch hier ist anzunehmen, dass trotz der relativ engen Verwandtschaft der drei Viren (Leukosevirus, FIV und HIV) keine Übertragung von Mensch auf Katze oder umgekehrt erfolgen kann. Unter Katzen wird das FIV-Virus nur durch direkten Kontakt übertragen, und zwar vorrangig durch Bisse. Daher sind unkastrierte Kater, die sich häufig Revierkämpfen unterziehen, wesentlich gefährdeter als weibliche und kastrierte Tiere. Durch die Infektion kommt es zu einer Abwehrschwäche, die sich folgendermaßen äußern kann: – Appetit- und Gewichtsverlust, – Fieber, – chronische Zahnfleisch- und Maulhöhlenentzündungen – chronische Bronchitiden und Lungenentzündungen – Hautinfektionen – häufige Abszesse. „Katzen-AIDS“ kann wie die Leukose durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Diese ist in Verdachtsfällen, besser noch vor einer aufwendigen Therapie der Symptome (z.B. operatives Spalten von Abszessen, Zahnbehandlungen), der ansonsten kein Langzeiterfolg beschieden sein wird, einzuleiten. Bei positivem Testergebnis ist die Euthanasie anzuraten, insbesondere da es sich bei den betroffenen Tieren oft um freiheitsliebende Kater handelt, denen es bestimmt nicht gefallen würde, den Rest ihres Lebens eingesperrt zu verbringen. Eine Impfung und somit Prophylaxe ist bisher nicht möglich. Die Kastration der Kater vermindert das Infektionsrisiko und somit die weitere Ausbreitung.

Infektiöse Bauchfellentzündung (FIP)

Bei dieser Erkrankung handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Entzündung des Bauchfells, das die Bauchhöhle von innen auskleidet. Diese Bauchfellentzündung heißt auch Peritonitis, woher sich die gebräuchliche Abkürzung ableitet: FIP _ Feline Infektiöse Peritonitis. Das hierfür verantwortliche Virus ist zwar bekannt, wie es die krankhaften Veränderungen hervorruft ist aber noch nicht ganz geklärt. Betroffen sind meist Katzen im Alter zwischen 5 Monaten und 4 Jahren, wobei zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung bis zu 4 Monate vergehen können. Symptome: Die Infektion äußert sich zunächst durch Fieber zwischen 39° C und 41° C, das in Intervallen auftritt und Mattigkeit und Fressunlust nach sich zieht. Im weiteren Verlauf, der sich über mehrere Wochen hinziehen kann, kommt es durch die Baufellentzündung zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, die äußerlich als deutliche Umfangsvermehrung des Bauches sichtbar wird. Besonders auffällig wird diese Umfangvermehrung durch die gleichzeitige Abmagerung des restlichen Körpers. Bei diesem „klassischen“ Bild der FIP kann die Verdachtsdiagnose relativ leicht gestellt und durch eine Punktion der Bauchhöhle, bei der eine für die Krankheit typische gelbliche Flüssigkeit gewonnen wird, vom Tierarzt abgesichert werden. Schwieriger wird es in Fällen, in denen nicht das Bauchfell, sondern, wie gleichermaßen möglich, das Brustfell, also die Brusthöhlenauskleidung betroffen ist. Wegen der Flüssigkeitsansammlung in der Brusthöhle äußert sich diese Form der Erkrankung durch Schwierigkeiten bei der Atmung. Die Katze atmet verstärkt mit dem Bauch, sie öffnet zum Atmen das Maul und hechelt, obwohl keine Veranlassung dazu besteht, wie z.B. Hitze oder Aufregung. Hier kann ein Röntgenbild, dass das Bestehen einer Flüssigkeitsansammlung in der Brusthöhle anzeigt, und daraufhin wiederum die Gewinnung des typischen Punktats die Verdachtsdiagnose bestätigen. In manchen Fällen der FIP treten allerdings keine Ergüsse in die Körperhöhlen auf. Bei dieser sogenannten „trockenen“ Form der FIP besteht lediglich eine Entzündung der Auskleidung. Die Diagnose kann hier nur mit Hilfe einiger Blutwerte gestellt werden. Vor oder gleichzeitig mit den genannten Symptomen können auch Augenveränderungen in Form ein- oder beidseitiger Ergüsse in die vordere Augenkammer auftreten. Eine Behandlung ist nicht möglich, es kann nur die Euthanasie angeraten werden. Seit November 1993 ist ein Impfstoff gegen FIP, der in der USA bereits seit längerem verwendet wird, auch in Deutschland zugelassen. Der Impfstoff (Primucell FIP) wird nicht injiziert, sondern in die Nase eingeträufelt. Dies muss bei einer einmaligen Impfung nach drei Wochen nochmals wiederholt werden. Der Impfschutz hält dann ein Jahr an. Häufig lassen Tierheime Anitkörper-Titerbestimmungen für FIP bei ihren Fundtieren durchführen, die dies dann als FIP-positive oder FIP-negative Tiere ausweisen. Diese Titerbestimmungen besitzen wenig bis gar keine Aussagekraft darüber, ob eine offenbar gesunde Katze an FIP erkranken wird oder nicht. Lediglich bei bereits vorhandenen Symptomen können solche Untersuchungen zur Diagnose mit herangezogen werden.

Tollwut

Von den viralen Infektionen der Katze ist die Tollwut die einzige, die auch für den Menschen gefährlich ist. Das Reservoir für das Tollwutvirus sind Wildtiere, bevorzugt Füchse, die mit ihrem Speichel meist durch Bisse Haustiere infizieren. Voraussetzung für die Ansteckung sind zumindest kleine Verletzungen der Haut, durch die das Virus überhaupt erst in den Körper eindringen kann. Von dort gelangt es über die Nervenbahnen zu seinem Ziel, dem Gehirn, wo es sich vermehrt. Mit seiner Vermehrung setzt es eine Entzündung im Gehirn in Gang, welche die Ursache der auffälligen Verhaltensänderungen ist. Auf umgekehrten Wege wandert das Virus danach zurück in die Speicheldrüsen. Die Inkubationszeit ist daher auch abhängig davon, wie weit die Verletzung vom Kopf entfernt ist und schwankt in der Regel zwischen 14 und 30 Tagen. Junge Katzen reagieren empfänglicher auf das Virus als ältere. Nach dem klinischen Bild unterscheidet man die stille Wut und die rasende Wut, wobei die letztere häufiger bei Katzen beobachtet wird. Der Begriff deutet schon an, welche Verhaltensänderung mit der Katze vor sich geht: sie wird plötzlich, obwohl vorher eher zahm und ruhig, aggressiv und greift Menschen und besonders auch Hunde an. Bei der stillen Wut sieht man das Gegenteil: sonst eher scheue Tiere werden plötzlich zutraulich. Zu den Verhaltensänderungen kommen dann noch Muskelzuckungen, Speichelfluss, Gleichgewichtsstörungen und im Endstadium Krämpfe, Lähmungen und Bewusstlosigkeit, bis der Tod eintritt. Am lebenden Tier lässt sich nur die Verdachtsdiagnose „Tollwut“ stellen. Erst nach dem Tode kann dieser Verdacht durch histologische und immunologische Untersuchungen, im Rahmen derer die Gehirnzellen speziell angefärbt und mikroskopisch begutachtet werden, bestätigt werden. Eine Behandlung verdächtiger Tiere ist untersagt. Nach Anordnung des Amtstierarztes hat möglicherweise sogar statt Quarantäne die sofortige Tötung zu erfolgen. Am besten geschützt wird die freilaufende Katze und gleichzeitig auch der Mensch durch die Impfung gegen Tollwut. Sie ist ab dem 3. Lebensmonat möglich und muss jährlich erneuert werden.

Katzenpocken

Obwohl Erreger der Menschenpocken seit Jahren ausgerottet ist, zirkulieren bei einzelnen Tierspezies immer noch an die verschiedenen Tierarten angepassten Pockenviren. Neuerdings ist auch bei Katzen eine Pockenerkrankung beobachtet worden. Die Bekämpfung dieser noch seltenen Seuche muss dem Tierarzt überlassen werden. Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) Zu guter Letzt sei noch diese Infektionskrankheit aufgeführt, da sie in den letzten Jahren wiederholt für Schlagzeilen in der Presse sorgte. Sie ist eigentlich eine Virusinfektion der Schweine, kann aber von ihnen auf nahezu alle anderen Säugetiere übertragen werden. Bei Katzen geschieht dies entweder durch den direkten Kontakt zu Schweinen, z.B. auf Bauernhöfen, oder – häufiger – durch das Verfüttern rohen Schweinefleisches. Der Mensch, der sich auf dem gleichen Wege infiziert, scheint relativ unempfindlich für diese Seuche zu sein, er erkrankt, wenn überhaupt, nur sehr milde daran. Wie der Ausdruck „Pseudowut“ schon aussagt, stehen auch hier wie bei der Tollwut nervöse Symptome im Vordergrund, die 2 bis 4 Tage nach der Ansteckung erscheinen: Unruhe, Speicheln, Schluckbeschwerden und Futterverweigerung. Ganz typisch ist ein unstillbarer Juckreiz, weshalb die Krankheit auch als „Juckseuche“ bezeichnet wird. Der Tod tritt bereits 12 bis 48 Stunden später ein. Die Aujeszkysche Krankheit wird in der BRD durch Impfaktionen in den Schweinebeständen staatlich bekämpft. Eine Impfung ist prinzipiell auch für Katzen möglich, in Anbetracht viel einfacherer prophylaktischer Maßnahmen aber kaum nötig. Denn der wichtigste Übertragungsweg ist leicht zu blockieren, indem kein rohes Schweinefleisch an Katzen verfüttert wird.